Einführung

Die erste erfolgreiche Organtransplantation liegt über 50 Jahre zurück. Organverpflanzungen gehören heute zu den erfolgreichsten medizinischen Behandlungsverfahren, die schwer kranken Patienten das Leben retten und neue Lebensqualität geben können.

Ein Organspender kann bis zu sieben anderen Menschen das Leben retten. Mehr als 12.000 Menschen in Deutschland, davon 1.400 allein in Baden-Württemberg, warten derzeit auf ein Spenderorgan.

Für die Betroffenen ist die Organspende meist die einzige Hoffnung zu überleben und Lebensqualität wiederzuerlangen.

Die in Deutschland gültige Zustimmungslösung basiert darauf, dass sich die Menschen im Idealfall zu Lebzeiten mit dem Thema Organspende beschäftigen und eine selbstbestimmte Entscheidung treffen. Etwa 80 bis 85 Prozent der Bevölkerung in Deutschland halten Organtransplantationen für sinnvoll und würden bei Bedarf auch ein Organ annehmen. Etwa sieben von zehn Bundesbürgern wären repräsentativen Umfragen zu Folge bereit, nach dem Tod selbst Organe zu spenden. Aber nur 17 Prozent der Einwohner haben einen Organspendeausweis. Das heißt, dass in den meisten Fällen die Angehörigen dann eine Entscheidung treffen müssen.

Ein Organspendeausweis schafft Klarheit und entlastet die Angehörigen in der ohnehin bedrückenden Situation des Todes einer nahe stehenden Person.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema ist wichtig – auch wenn sie eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod bedeutet. Wir alle sollten uns dabei bewusst machen, dass jeder von uns betroffen sein kann.