Rotraud Hofmann

Blatt 1 und Blatt 2, 2009

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Rotraud Hofmann

1940 geb. in Aalen / Württemberg

1960–66 Studium der Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei den Professoren Heim, Hoflehner, Baum und Baumann
Seit 1966 freischaffend Danach Einzel- und Gruppenausstellungen Architekturbezogene Plastik im öffentlichen Raum Preise bei öffentlichen Wettbewerben Teilnahme an Bildhauersymposien Arbeiten befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen Mitglied beim Künstlerbund Baden-Württemberg, VBKW, BBK

Arbeiten im öffentlichen Raum (Auswahl)

1997 Stadt Mosbach, Skulpturengarten zur Landesgartenschau, 4 Stelen
2000 Kreiskrankenhaus Kirchheim u. T., Freiplastik
2001 Stadt Pécs (Ungarn), Freiplastik
2003 Plastik in Verbindung mit Wasser vor dem Rathaus der Stadt Uhingen

Ausstellungen (Auswahl)

2006 Art Karlsruhe, E, Galerie Kränzel; Steine am Weg, Galerie der Stadt Waldsee
2007 Galerie der Stadt Fellbach
2008 Galerie Liebau, Burghaun, E, mit H. Negenborn und M. Rausch
2009 Kunstverein Neckar-Odenwald, Mosbach , E, mit B. Wilhelm

Werkbeschreibung

Rotraud Hofmann

Kann ein Mensch sich vorstellen, was eine Organspende in ihm auslöst, wenn er seIbst in der glücklichen Lage ist, noch keine Spende in Anspruch genommen zu haben? Das Gefühl des Gebens und Nehmens auf einem Gebiet, das Leben oder Tod bedeuten kann, konnte ich nur in der äußersten Reduktion der Form umsetzen. Ich wählte drei Formelemente:
Den Kreis, die Senkrechte und die Waagerechte in unterschiedlicher Anordnung und konträrer hell-dunkel-Abstufung. Diese drei Grundformen lösen zwei Zustandssituationen aus, die dem Thema nahe kommen.
Der Kreis als Symbol des Menschen.
Die Senkrechte als Zeichen der Aktivität.
Die Waagerechte als Zeichen einer Basis des menschlichen Daseins, hier auch als Barriere des Lebens
verwendet.
Das erste Blatt: Ein heller Kreis, der sich kaum vom Hintergrund abhebt, vermittelt den Eindruck der Schwäche.
Er ist völlig zurückgenommen.
Ein schwarzer, quergelegter Balken ist als Barriere vor den hellen Kreis gestellt. Das Zeichen der Senkrechten steht schwach außerhalb des Kreises in der unteren Bildfläche. Das zweite Blatt des Diptychons stellt die Situation nach der Spende dar.
Der Kreis steht stark im Vordergrund, das zarte Zeichen der Senkrechten steht jetzt als Lichtzeichen in der Mitte des Kreises.
Der Querbalken ist nun geöffnet und steht als zwei senkrechte Flächen links und rechts des Kreises als Schutz am äußersten Bildrand. 

 

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